Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Wenn Sie fortfahren und auf den grünen Button klicken, nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden sind.
Datenschutzhinweis

Am Samstag, 13.10.2012 pflanzen die Brautpaare ihre Hochzeitsbäume 

Pflanz' einen Baum, und kannst du auch nicht ahnen, wer einst in seinem Schatten tanzt - bedenke Mensch: es haben deine Ahnen, eh´sie dich kannten, auch für dich getan.


37 Hochzeitbäume und 4 Silberhochzeitbäume galt es zu pflanzen

4 Baumsorten stehen zur Auswahl: der Gingko, die Esskastanie, der Speierling und die Elsbeere

Von links nach rechts: Bürgermeister Markus Günther, Pfarrer Karl Kress (evangelische Krichengemeinde)    Rainer Handwerk (Sprecher des Vorstandsteam Biotopschutzbund), Stadpfarrer Pater Josef Bregula

1 Der Ginkgo Baum

Seine unglaubliche Vergangenheit und seine brillanten Chancen für die Zukunft lassen den Ginkgo für unsere heutige Welt zu einem großen Symbol werden: das Symbol für einen Weltenbaum, das Symbol für Stärke und Hoffnung.
Viele Kulturen verehren den Ginkgo aber auch als Symbol für ein langes Leben, Fruchtbarkeit, Freundschaft, Anpassungsfähigkeit und Unbesiegbarkeit. In China und Japan gibt es zahlreiche Tempelanlagen und heilige Pilgerorte, wo riesige Ginkgoveteranen wachsen. Manche erreichen gewaltige Höhen von bis zu 40 Metern und einen Umfang von 10 oder gar 16 Metern. Ein Alter von mehr als 1000 Jahren ist keine Seltenheit für diese Baumriesen. Die besonders von den weiblichen Besuchern geschätzt werden. Die Bäume sind für sie ein Symbol für Liebe und Fruchtbarkeit.


2. Die Edelkastanie (Maronen)

Edelkastanienbäume kamen vermutlich aus Kleinasien zunächst in den Mittelmeerraum. Mit den Römern gelangten die Bäume in den Norden. Das Holz des Baumes wurde für Rebpfähle im weinbau verwendet. Im frühen Mittelalter sicherten die gehaltvollen früchte die Ernährung der Bevölkerung, bis dieKartoffel aus Amerika als Stärdelieferant ihren Siegeszug antrat. Als Brenn- und Bauholz, als Stallstreu (dafür wurde das abgefallene Laub genutzt) und als Futterlieferant für Schweine und Rinder waren dieBäume unentbehrlich für die Bewältigung des alltags. Später verlor die Esskastanie an Bedeutung

 

3. Der Speierling

Die Heimat des Speierlings sind vermutlich die Mittelmeerländer, wo der Baum bereits in der Antike als Nutzpflanze gezogen wurde. Theoprast berichtet darüber schon im 4. Jahrhundert vor Christus. Die Römer brachten den wärmeliebenden und lichthungrigen Baum wahrscheinlich mit über die Alpen. Seine weitere Verbreitung ist den Mönchen zu verdanken, in deren Klostergärten sich die Pflanze bis an die Mittelgebirge vorarbeitete, ihrer nördlichen Verbreitungsgrenze. Früheste mitteleuropäische Quellen sind die Verordnung über die Krongüter Karls des Großen und kurz darauf im Jahr 820 der Klosterplan von St. Gallen

4. Die Elsbeere

Die Elsbeere ist ein heimischer Baum, der in Vergessenheit geraten ist. Dies mag ein Grund sein, weshalb er zum Baum des Jahres 2011 gewählt wurde. Früher war die Elsbeere häufig anzutreffen und ihre Früchte wurden von Tieren und Menschen gleichermaßen genutzt. Da ihr Holz sehr geschätzt wurde, sind viele Bäume geschlagen, aber nicht wieder aufgeforstet worden. So kommt es, dass die Elsbeere in der freien Landschaft immer seltener zu finden ist.Die Elsbeere ist ein wertvolles Gehölz für den ökologischen Artenreichtum. Viele Singvögel wie die Wachholderdrossel und die Amsel ernähren sich von den Früchten


Abschluss der Pflanzaktion bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Jugendherberge Walldürn