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Joachim Mellinger, Vorsitzender des Fördervereins, schrieb folgenden Artikel zur Veröffentlichung in der Presse:

Eine besondere Radtour bot der Förderverein der Eintracht 93 Walldürn seinen Mitgliedern und Gästen am 20.08.2014, unter der sachkundigen Führung von Bernhard Spreitzenbarth vom Biotopschutzbund Walldürn erkundeten 15 Teilnehmer auf einem Rundweg um Walldürn 5 verschiedene Biotopstationen. 


Erste Stadion war der Eulenturm, der auch Fledermausturm genannt wird, eine ehemalige Trafostation der Stadtwerke Walldürn, die nach dem gelungenen Umbau und dem zur Natur passenden  Anstrich als eine artgerechte Nist- und Rückzugsstätte für Fledermäuse Vögel und Insekten dient. Daneben unterstützt der Turm mit seinen Informationstafeln auch die Umweltbildung und -erziehung. Eine stabile Sitzgruppe beim Turm lädt vorbeikommende Wanderer, Radfahrer und Schulklassen zur Rast ein.

 

 

 

Nächste Station war in der Nähe der ehemaligen Bundeswehrschießanlage das Eiderbachtal, ein renaturieter Entwässerungs-Graben, der zu einem Schutzgebiet für zahlreiche Amphibien ungebaut wurde, und der Steg beim Mühlbachgraben.

 

 

 

Parallel zur B27 gelegen erwartete die Teilnehmer die Stadion "Streuobstwiesen". Die Flächen der Streuobstwiesen sind in Deuschland enorm zurückgegangen und so hat der Biotopschutzbund hier neue Obstbäume gepflanzt, da sie eine große ökologische Bedeutung haben: sie dienen dem Klimaausgleich,verhindern Bodenerosion,

tragen zum Wasserschutz bei, bieten Windschutz, sind wichtig für die Imkerei und sind das Zuhause für viele Vogel, Insekten und Schmetterlinge.


 

Im Hochzeitwäldchen sei es inzwischen schon zu einer guten Tradition geworden, dass regelmäßig im Herbst die Brautpaare, die in den letzten zwölf Monaten in Walldürn geheiratet haben, einen Baum pflanzen und für ihn die Patenschaft übernehmen,erzählte Bernhard Spreitzenbarth bei dieser Stadion.

Diese 1999 mit Unterstützung der Stadt ins Leben gerufene Baumpflanzaktion des Biotopschutzbundes fand in den zurückliegenden Jahren bei den Walldürner Brautpaaren lebhaftes Intresse und große Resonanz.Von 1999- 2007 wurden im Hochzeitwäldchen bereits über 150 Bäume gepflanzt, angefangen von Hainbuchen über Linden, Ahorn, und Eichen bis hin zu Eschen und Walnuss. Die Kapazität des bisherigen "Hochzeitwäldchens" war bald erschöpft und so wurde ein zweites "Hochzeitwäldchen" Richtung Waldstetten in der Nähe der sogenannten "Mondlandschaft" angelegt.

 


Als letztes Biotop wurde der Steinbruch "Schmittshöhe" in der Nähe der Marsbachquelle angefahren, wohl das fundamentalste Biotop des Biotopschutzbundes

 

Von 1900 bis 1935 wurde hier Muschelkalk abgebaut, der in zwei Brennöfen gebrannt wurde. Mit der Stilllegung entwickelte sich auf dem Gelände mitder Zeit eine artenreiche Fauna und Flora. Als geologisches Fenster können die Abbruchwände dienen. In den vergangenen Jahren wurde von Mitgliedern des vereins die beiden Kalköfen originalgtreu wieder aufgebaut. Insgesamt trägt der Biotopschutzbund zum Erhalt der natürlichen Lebensräume der dort angesiedelten Flora und Fauna bei.

 

Zum Abschluss im Clubheim der Eintracht dankte der Vorsitzende des Fördervereins der Eintracht Walldürn Joachim Mellinger dem Biotopschutzbund und  besonders Bernhard Spreitzenbarth für die sachkundige und interessante Führung und überreichte ein Präsent.