Aktionen 2011

 

Weiterer Schritt auf dem Weg zur Biotopvernetzung

 

Der Biotopschutzbund Walldürn erwirbt das Gelände des ehemaligen Steinbruchs im Gewann "Obere Walldürner Höhe" in Walldürn.

Seit mittlerweile fast 20 Jahren hat sich eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern in Walldürn der Schaffung und Erhaltung von

Lebensräumen für bedrohte Arten verschrieben. Nicht aus Spaß, sondern im Dienst nachfolgender Generationen.

Diese Aktivitäten - die 1992 als "Arbeitskreis Biotopvernetzung Oberes Marsbachtal" begonnen wurden und seit 1993 in der Form

des "Biotopschutzbundes Walldürn e. V." fortgesetzt werden - finden auch nicht in einem rechtsfreien Raum statt,

sie basieren auf Bundes- und Landesgesetzen.

So schreibt der Gesetzgeber zum Beispiel im Bundesnaturschutzgesetz, Paragraf 21 "Biotopverbund, Biotopvernetzung" u.a.: Der Biotopverbund dient

der dauerhaften Sicherung der Populationen wildlebender Tiere und Pflanzen einschließlich ihrer Lebensstätten, Biotope und Lebensgemeinschaften

sowie der Bewahrung, Wiederherstellung und Entwicklung funktionsfähiger ökologischer Wechselbeziehungen.

Und: Auf regionaler Ebene sind insbesondere in von der Landwirtschaft geprägten Landschaften zur Vernetzung von Biotopen erforderliche lineare und

punktförmige Elemente, insbesondere Hecken und Feldraine sowie Trittsteinbiotope, zu erhalten und dort, wo sie nicht in ausreichendem Maße

vorhanden sind, zu schaffen (Biotopvernetzung).

Großes Engagement


Walldürn verfügt über eine größere Zahl von Flächen, die unter dem Schutz des § 32 Landesnaturschutzgesetz stehen. Einige davon werden seit Jahren

vom Biotopschutzbund betreut. Hinzu kommen Grundstücke, die, wie das Biotop auf der "Schmittshöhe" im Eigentum des Biotopschutzbundes sind

und mit großem, ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder zu einem absolut vorbildlichen Lebensraum für bedrohte Arten entwickelt wurden.

 

Vor kurzem wurde dem Biotopschutzbund vonseiten der Eigentümer, der Brüder Joachim und Michael Bonn, das Gelände des früheren Steinbruchs,

der ehemaligen Deponie auf der "Oberen Walldürner Höhe" angeboten. Nach reiflicher Überlegung entschied sich der Verein in einer Abstimmung

für den Ankauf zum symbolischen Preis von einem Euro. Damit übernimmt der Biotopschutzbund eine Fläche von rund 36 000 Quadratmeter,

für die bereits - entsprechend der Vorgaben der Naturschutzbehörden - die Rekultivierung und Bepflanzung zunächst abgeschlossen ist.

Die alljährlich notwendigen Pflegemaßnahmen wurden von einigen Aktiven des Vereins bereits durchgeführt. Das Gelände bietet, wie sich denken lässt,

bei einigem persönlichen Einsatz der Mitglieder in den nächsten Jahren geradezu begeisternde Möglichkeiten zu einem sicheren Lebensraum für bedrohte

Arten, seien es Pflanzen, Insekten, Reptilien oder Säugetiere zu werden.

Das große, mittelfristige Ziel, dem der Biotopschutzbund mit dem Erwerb der ehemaligen Deponie wieder ein Stück näher gekommen ist, wie im Gesetz

vorgegeben, die Schaffung eines Netzes von Biotopen, welches das Überleben bestimmter Arten sichert.

Das Ziel ist aber erst dann erreicht, wenn ein funktionaler Kontakt zwischen möglichst vielen Lebensräumen besteht: die Vernetzung über Randstreifen

wie Wegränder. Erst dann besteht für zukünftige Generationen von Walldürnern die Chance, trotz intensiv betriebener Land- und Forstwirtschaft in einer

einigermaßen intakten Umwelt zu leben.

Weitere Informationen im Internet unter www.biotopschutzbund.de

FN vom 31.12.2011
 

Das Wasser im Biotop "Schweinepferch" ist wieder sauber. Bild 22.12.2011

Tiergülle kann eine bis zu 100 Mal größere Verschmutzung verursachen als rohe unbehandelte
Haushaltsabwässer. Sehr viel schlimmer ist der Abfluss aus Silage (die Flüssigkeit aus der Herstellung

von Gärfutter, welche bei der Konservierung von unreifen Ernteprodukten entsteht, damit diese als

Futter verwendet werden können) – ihre Verschmutzungswirkung ist bis zu 200 Mal stärker.


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Bernhard Auerbach und Rainer Handwerk stellen neuen Sammelbehälter für Althandys im

Buchener HEM- Expert-Markt auf.

Bild von links Bernhard Auerbach, Nina Hoffmann mit Vater.

Der Biotopschutzbund hat schon über 600 Alt- Handys gesammelt. Wer noch ein altes

Handy irgend wo rumliegen hat und es entsorgen möchte, kann dies auch gerne bei

unserem Vorsitzenden Werner Schirmer, Hauptstraße 38 in Walldürn abgeben.

Der Biotopschutzbund nahm am Weihnachtsmarkt im "Kaiserhof" teil.

 


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Verkaufsstand des Biotopschutzbundes am Hornbacher "Scheunenzauber":


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