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Unterkonstruktion für die Lehmwand

 


 

Lehm entsteht als Verwitterungsprodukt der Natur und besteht aus Sand, Schluff (Quarzmehl) und
Ton. Ausgangstoffe dieser Verwitterung sind in der Hauptsache Feldspate, also Mineralien der

Urgesteine (Granit besteht z. B. aus Quarz, Feldspat und Glimmer.)

Minerale im Ton geben dem Lehm seine individuelle Farbe: Eisenhaltiger Ton ist rötlich, kalkhaltiger

gelb, manganhaltiger braun usw. Viele Tone haben von allem etwas und keine reine Farbe.

Um die Rißbildung zu vermeiden, bzw. möglichst gering zu halten, werden dem Lehm oft
Zuschlagstoffe wie Stroh, Häcksel, Tierhaare u. ä. beigesetzt. Dies bewirkt gleichzeitig eine

Wärmeisolation und Wärmespeicherung.

 


 

Lehm bindet nicht chemisch ab, er erhält seine Festigkeit allein durch das Abtrocknen. Dadurch

lässt er sich auch von einem Laien sehr gut über einen langen Zeitraum verarbeiten. Selbst nach der

Durchtrocknung läßt sich Lehm durch Wasserzugabe wieder neu formen . Lehm ist somit jederzeit

wiederverwertbar. Lehmkonstruktionen und Bauteile müssen allerdings auch in geeigneter Weise

vor Regen und Spritzwasser geschützt werden.

 

Lehm hat konservierende Eigenschaften: Holz oder Fachwerkwände werden durch Lehm über
Jahrhunderte erhalten, dies hängt mit der Feuchte regulierenden Eigenschaft des Lehms

zusammen. Er zieht Wasser vom Holz ab und hält sie trocken.

Steinhaufen bieten Versteck- und Sonnenplätze für Reptilien, sind aber auch willkommene
Unterschlüpfe für Igel und Hermelin. Für Schmetterlinge können sie Wärmequellen, Paarungsplätze,
Winter- und Nachtquartiere sein. Wenn die Steine mit Algen, Flechten oderMoosen bewachsen

sind, findet sich darauf eine spezialisierte Fauna von Kleinschmetterlingen und Schnecken.

 


 

Steinmauern

Bewohner und Nutzer: In den Mauerritzen kommen typische Pflanzenartenwie das Zimbelkraut,

der Gelbe Lerchensporn und verschiedene Mauerpfefferartenvor. Auf und von den Algen, Flechten

oder Moosen leben spezialisierteKleinschmetterlinge (z.B. Flechtenbärchen) und Schnecken. Es sind

Wärmequellen, Ruhe- und Winterquartiere für Wirbellose und Reptilien.Wildbienenarten

Mörtelbienen nisten in den Mauerritzen.

 

 


 

Nistplätze für Wildbienen

Nistmöglichkeiten sind nach einem guten Blütenangebot der zweite wichtige Baustein für das
Vorkommen von Wildbienen, die zu den wichtigsten Bestäubern gezählt werden.
50% der Wildbienen nisten im Boden, meist offenen Bodenstellen. 20% nisten in vorhandenen
Hohlräumen, z.B. im Holz oder Gemäuer. Nur 5% nagen sich in hohle Pflanzenstängel selber
Gänge. Des Weiteren gibt es viele Sondernistweisen wie leere Schneckenhäuser, hohes Altgras,
Nester aus Lehm oder Harz und so weiter.

 

 

Nisthilfen für solitär lebende Wildbienen

Solitär lebende Wildbienen und –wespen belegen einen Bohrgang für sich und legen ihre Brut
hintereinander geschachtelt in die Gänge an. Bei Bohrlöchern zwischen 2 und 8 mm
Durchmesser ist für alle Arten etwas getan. Die meisten Wildbienen nehmen aber Bohrlöcher
mit einem Durchmesser zwischen 2 und 5 mm. Die Bohrung sollte bis 6 cm tief gehen. Wichtig
ist auch, dass die Bohrlöcher nicht durchgängig sind, sondern hinten abschließen. Die meisten
Wildbienen mögen es warm, aber auch Nistblöcke, die nach Osten oder Westen zeigen, werden
angenommen. Die Nisthilfen sollten mit einem Regenschutz gegen Feuchtigkeit geschützt
werden