Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Wenn Sie fortfahren und auf den grünen Button klicken, nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden sind.
Datenschutzhinweis

Am Samstag erhielten die Obstbäume des Biotopschutzbundes  ihren Frühjahrs-Schnitt.

 

Professionelle Unterstützung lieferte der Pomologen-Verein Roigheim, der mit 6 Personen  anreiste.

Einer der Gäste stellte eine ganze neue Schnitttechnik vor, den Oeschbergschnitt

 

Entwicklung des Oeschbergschnitts

Schematischer Aufbau einer Oeschbergkrone; Schnittdarstellung

Spreng gelingt es durch die fortwährende Erziehung 3–4 relativ steiler, selbsttragender Leitäste und eines Mitteltriebes ein stabiles Kronengerüst zu entwickeln, das es ermöglicht, die Obstbäume bis ins hohe Alter in einem Zustand zu halten, der einer gut gebauten, jugendlichen Naturkrone nahe kommt. Durch einen jährlichen Rückschnitt der Leitäste und der Kronenmitte werden diese gestärkt, ein Abkippen wird erfolgreich verhindert. Der einmal angelegte Kronenaufbau wird in seiner Form grundsätzlich bis zum Ende des Baumlebens beibehalten, nur die Ausmaße ändern sich logischerweise.

Die Erziehung weiterer Leitastebenen an der Mitte wird von Spreng aufgegeben, da diese die untersten bedrängen und durch Beschattung unterdrücken. Stattdessen wird der Mitteltrieb wie eine sich nach oben verjüngende Spindel aufgebaut, an der sich nur untergeordnete Fruchtäste und Fruchtholz befinden.

Der Entwicklung des Fruchtholzes in der Kronenperipherie schenkt die Oeschbergtechnik besondere Aufmerksamkeit. So werden zusätzlich an den Leitästen nach außen weitere selbsttragende Gerüstelemente, sogenannte begleitende Fruchtäste, aufgebaut und durch Anschnitt gefördert. Diese begleitenden Fruchtäste bleiben auf Dauer erhalten. An den Leit- und Fruchtästen befindet sich das produktive Fruchtholz, welches durch "Fruchtbogenverjüngung" einen regelmäßigen Austausch erfährt.

Spreng unterscheidet somit systematisch das dauerhafte, unumstößliche Kronengerüst des Baumes vom Fruchtholz, das durch den Schnitt in einem jungen und produktiven Zustand gehalten wird.

Die bei starkwüchsigen Obstbäumen in besonderem Maße vorhandenen Energiereserven werden beim Oeschbergschnitt geschickt in die Entwicklung breiter Obstkronen investiert. Eine Oeschbergkrone ermöglicht eine relativ bodennahe Ernte, das Eindringen des Sonnenlichts bis in die untersten Kronenpartien ist gewährleistet. Der Baum ist in allen Kronenbereichen gleichmäßig produktiv, der Prozentsatz an optimal ausgereiften Früchten ist hoch.

So konnten im Laufe des Samstags die ca. 110 Bäume der Streuobstwiese und

des weiteren ca. 50 Bäume auf dem VIP II Gelände fachmännisch zurecht gestutzt werden.

An dem Schnittkurs nahmen 17 Personen teil. Außer den 6 "Profis" aus Roigheim begrüßten

wir  Gäste vom Obst- u. Gartenverein Buchen, aus Altheim und von der Siedlergemeinschaft Walldürn.

Tatkräftige Unterstützung lieferten vor allem auch unsere vereinsinternen Profis, die

in den nächsten Tagen, mit sicher neu hinzugekommenen Erkenntnissen, weiter schneiden werden.

Alles in allem, war es eine interessante und rundum gelungene Veranstaltung.

Copyright © 2018. All Rights Reserved.