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Insektenhotel auf der Schmittshöhe wird sehr gut angenommen

 

Osmia bicornis

Die Rote Mauerbiene (Osmia bicornis) ist die häufigste einheimische Art aus der Gattung der Mauerbienen.

Es gibt etwa 50 verschiedene mitteleuropäische Arten der Mauerbiene

Von wegen fleißige Honigbiene! In Sachen Fleiß macht ihr die Mauerbiene ordentlich Konkurrenz. Denn während die in großen Staaten lebende Honigbiene Vorräte anlegt, gemeinsam mit ihren Angehörigen die Brut versorgt und sich die unterschiedlichen Aufgaben teilt, ist die Mauerbiene ganz auf sich allein gestellt.

Eine der häufigsten und mit am weitesten verbreitete Art ist die Rote Mauerbiene, in der Fachsprache als "Osmia rufa" bezeichnet. Sie ist neun bis 14 Millimeter groß, hat einen schwarzen Kopf, der bei den Weibchen schwarz, bei den Männchen weiß behaart ist, und einen rötlich-braunen Körper. Das Ende des Hinterleibes ist wieder schwarz. Dieses Merkmal hilft, sie von der gehörnten Mauerbiene (Osmia cornuta) zu unterscheiden, die einen tiefschwarzen Körper mit rostroten Hinterleib aufweist. Auch sie ist in Deutschland weit verbreitet und ähnelt auch in ihrem Verhalten ihrer geflügelten "Kollegin".

 

Noch etwas ist typisch für die Mauerbiene: sie trägt Pelz. Damit bürstet sie auch die Pollen aus den Blüten. Die langen Haare sind am Bauch mehrfach verzweigt und können so den Pollen aufnehmen. Anders als  die Honigbiene, die den eingesammelten Pollen an ihren Hinterbeinen deponiert. Auf diese Weise sammelt das Weibchen den Proviant für ihre Larven.

Zunächst einmal muss ein geeigneter Nistplatz ausfindig gemacht werden. Dabei ist die Rote   Mauerbiene nicht allzu wählerisch. Ritze und Spalten sind ihr genauso willkommen wie Pflanzenstängel oder auch Fraßgänge in Totholz. Da sie auch in Wohngegenden unterwegs ist, nimmt sie auch Nisthilfen gerne an, die aus vielen parallelen Röhrchen unterschiedlichen Materials bestehen. Für die findige Mauerbiene kann es aber auch schon mal ein unbenutzter Gartenschlauch sein, den sie als Wohnstube ihrer Nachzucht auswählt.

Eine Mauerbiene bekommt ihre Brut nie zu Gesicht

Ist der Nistplatz gefunden, geht es an den Innenausbau. Der besteht aus feuchter Erde oder Lehm, den die Biene mit Speichel durchmischt. Damit kleidet sie den hinteren Teil der Röhre aus. Als nächstes verarbeitet die Biene Pollen und Nektar zu einem sogenannten Bienenbrot, das sie auf dem Boden des Nestes deponiert und der als Nahrungsvorrat für ihre Nachwuchs reichen muss vom Schlüpfen der Larve bis zur Erwachsenen Biene, die das Nest verlässt.

Stimmt es mit dem Proviant, legt sie ein einzelnes Ei in die Brutzelle und verschließt sie mit einem Deckel aus Lehm. Dieser Deckel dient gleichzeitig wieder als Rückwand für die nächste Brutzelle, die nach dem gleichen Prinzip gebaut wird. Auf diese Weise entstehen sogenannte Liniennester: Alle Brutzellen liegen in einer Reihe hintereinander. Nach zehn Tagen schlüpft die Larve, die in den nächsten Wochen vom Nahrungsvorrat in der Zelle lebt. Ist dieser aufgebraucht, spinnt sie sich in einen Kokon ein und verpuppt sich. Im folgenden Frühjahr erst verlässt die nächste Generation Mauerbienen das Nest. Das Spiel beginnt von vorn. Eine Mauerbiene bekommt ihre Brut also nie zu Gesicht. Ihre Lebenszeit beträgt nur drei bis vier Wochen.

Diese Art des Nestbaus ist allerdings auch für einige andere Bienenarten verlockend. Brutparasiten, auch Kuckucksbienen genannt, warten nur auf einen günstigen Moment, in dem sie unbemerkt in das fertige Nest einer Mauerbiene schlüpfen und dort ihr Ei ablegen können. Schlüpfen die unerwünschten Nachkommen, ernähren sie sich vom Proviant und sogar von den Mauerbienenlarven. Auch manche Wespenarten, wie zum Beispiel die Goldwespe, machen von diesem "Wohnungsklau" Gebrauch. Damit teilt die Mauerbiene das Schicksal aller Solitärbienen.

Wer mehr über Wildbienen wissen möchte, dem sei an dieser Stelle das Buch "Wildbienen - Die anderen Bienen" von Paul Westrich empfohlen.

 

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